| GAUGHOF
Vor gut 20 Jahren hat der Bozner Möbelhersteller Peppi
Selva mit zwei Haflingerstuten begonnen: ein Freizeitzüchter.
Dann hat er seine Liebe zum arabischen Vollblut entdeckt und
sich zu einem Spezialisten für die komplizierten Stammbäume
und Vererbungslinien der reinrassigen arabischen Pferde fortgebildet.
In ganz Europa kaufte Selva Hengste und Stuten aus bekannten
und erfolgreichen Zuchtfamilien und gründete das Gestüt
„Gaughof-Araber“ in Wangen am Ritten (Südtirol),
einen der ersten Zuchtbetriebe in Italien, wo in großem
Stil Vollblutaraber gezüchtet wurden. Steile Kletterpfade,
blühende Wiesen, ein Stausee in der Nähe, reichlich
Sonne und im Winter schon mal ein ordentlicher Frost –
das Reizklima der Berge ist offensichtlich genau das richtige
für das an Strapazen gewöhnte Wüstenpferd.
1979 gehörte Peppi Selva zu den Gründungsmitgliedern
und war jahrelang Präsident der ANICA
(Nationaler Verband der Vollblutaraber), die den in Italien
gezüchteten Vollblutarabern die internationale Anerkennung
brachte.
Es wurden viele nationale und internationale Wettbewerbe
gewonnen: eine seiner Stuten, Rasheda, wurde drei Mal zur
schönsten Stute Italiens gekürt; ihre Töchter
Rashima und Rayana erhielten ebenfalls viele Auszeichnungen
und natürlich auch viele der am Gaughof geborenen Fohlen.
Nicht zu vergessen der Hengst Paks 7, den Peppi Selva und
sein Sohn Philipp 1981 im Staatsgestüt Tersk entdeckt
und nach Italien geholt hatten, ein Sohn des berühmten
Hengstes Aswan. Paks 7 galt als bester Vererber Italiens.
In den folgenden Jahren nach seiner Ankunft wurde er mehrfach
italienischer Sieger und 1984 internationaler und nationaler
Champion.
Heute stehen rund fünfzehn Pferde am Gaughof. Die Pferde
stehen in ständigem Blick- und Berührungskontakt
zueinander. Die Fohlen werden in Gruppen aufgezogen, so dass
sich alle Unarten im täglichen Spiel von selber abschleifen.
Die Hengste sind an den Kontakt untereinander und mit den
Stuten so gewöhnt, dass es nie zu den üblichen Dramen
kommt, wenn einmal ein Hengst auf Hengst oder Hengst auf Stute
trifft.
Peppi Selva, der auch A-Richter des internationalen Zuchtverbandes
WAHO war, verstarb am 14. Juni 2002.
Sein Sohn Philipp und dessen Frau Andrea führen sein
Erbe mit einem auf reinägyptischen Blutlinien aufgebauten
Zuchtprogramm weiter. Auch sie konnten bereits erste Schauerfolge
im In- und Ausland verzeichnen. Die Stammstuten sind die aus
Texas importierte Gameelah,
eine sehr edle Ruminaja Ali Tochter und TH
Bint Rissala, eine sehr typvolle Ansata Hejazi-Tochter,
außerdem Maydana-Madheen,
Junioren-Championesse des International Egyptian Event (I)
2002 , die wunderschöne Bahrija
Bint Bukra, und die charmante Nahma
Bint Ibn Halim Shah.
Der große Stolz am Gaughof ist der Egyptian Suprime
National Champion und Egyptian International Champion 1999
Mobarak (EAO
Adl x Ghazalet Albadeia), einer der wenigen Vollblutaraber,
die ihr Ursprungsland Ägypten wieder verlassen, um Europa
zu erobern und sein Sohn Bashir al Gaug aus der Bahrija Bint
Bukra, der bereits im Alter von 1 Jahr den Titel des Junior
Champion Stallion Reserve des Egyptian Events Europe 2006
gewann.
|