Die Geschichte des VA-Gestüt GAUGHOF

1979 gehörte Peppi Selva zu den Gründungsmitgliedern und war jahrelang Präsident der ANICA (Nationaler Verband der Vollblutaraber), die den in Italien gezüchteten Vollblutarabern die internationale Anerkennung brachte.
Es wurden viele nationale und internationale Wettbewerbe gewonnen: eine seiner Stuten, Rasheda, wurde drei Mal zur schönsten Stute Italiens gekürt; ihre Töchter Rashima und Rayana erhielten ebenfalls viele Auszeichnungen und natürlich auch viele der am Gaughof geborenen Fohlen. Nicht zu vergessen der Hengst Paks 7, den Peppi Selva und sein Sohn Philipp 1981 im Staatsgestüt Tersk entdeckt und nach Italien geholt hatten, ein Sohn des berühmten Hengstes Aswan. Paks 7 galt als bester Vererber Italiens. In den folgenden Jahren nach seiner Ankunft wurde er mehrfach italienischer Sieger und 1984 internationaler und nationaler Champion.

Heute stehen rund 10 Pferde am Gaughof. Die Pferde stehen in ständigem Blick- und Berührungskontakt zueinander. Die Fohlen werden in Gruppen aufgezogen, so dass sich alle Unarten im täglichen Spiel von selber abschleifen. Die Hengste sind an den Kontakt untereinander und mit den Stuten so gewöhnt, dass es nie zu den üblichen Dramen kommt, wenn einmal ein Hengst auf Hengst oder Hengst auf Stute trifft.

Peppi Selva, der auch A-Richter des internationalen Zuchtverbandes WAHO war, verstarb am 14. Juni 2002.

Sein Sohn Philipp und dessen Frau Andrea führen sein Erbe mit einem auf reinägyptischen Blutlinien aufgebauten Zuchtprogramm weiter. Auch sie konnten bereits erste Schauerfolge im In- und Ausland verzeichnen. Die Stammstuten sind die aus Texas importierte Gameelah, eine sehr edle Ruminaja Ali Tochter und TH Bint Rissala, eine sehr typvolle Ansata Hejazi-Tochter, außerdem Maydana-Madheen, Junioren-Championesse des International Egyptian Event (I) 2002 und die wunderschöne Bahara. Der große Stolz am Gaughof ist der Egyptian Suprime National Champion und Egyptian International Champion 1999 Mobarak (EAO Adl x Ghazalet Albadeia), einer der wenigen Vollblutaraber, die ihr Ursprungsland Ägypten verlassen, um Europa zu erobern. Sein Sohn Bashir al Gaug hat bereits im Alter von nur einem Jahr den Titel des „Junior Champion Reserve“ beim Egyptian Event Europe 2006 gewonnen und mit drei Jahren den des Champions beim Egyptian Event in Travagliato (Italy).